verordnete Sattheit
hat uns des Hungers
beraubt
und
des Durstes
nur
keine
GrenzBeRührungen
in der Mitte
lebt es sich
sicherer
am Rand
ist der Wind
schärfer
ruft dich
oder
vertreibt dich
besser
Hunger und Durst
nie wieder
entbehren
***
endlich
eine fühlende Stimme
die es wagt
um den VerLust
des Lebens
zu klagen
inbrünstig
und
ohne Scham
...
die
die schrecklichen VerLuste
betrauert
ohne
die GeWissheit
des Trostes
nur wissend
daß Sterbendes Raum gibt
dem EntStehenden
in der Mitte
der Nacht
***
jede
kann in diesem Leben
wieder heil werden
wenn wir
mit der Kraft der Gemeinschaft
Leben gebären
aus der Weisheit
des mütterlichen Blutes
der Schmerz
wird aufhören
die Einsamkeit
enden
im ZwischenRaum
in der ZwischenZeit
wächst
in uns
die heilende Kraft der Liebe
***
auch LebensVerAchtung
und Herrschaft
läßt sich wandeln
es verlangt
die Wehrhaftigkeit
und den Mut
fremde GeBote
zu brechen
und
lauthals
Klage
zu führen
mit Tränen in den Augen
und Zorn in der Kehle
es gibt nichts
zu verlieren
nur die eigene Schwäche
und Furcht
endlich voller Kraft leben
zum Wohle allen Seins
***
spüre
dein innerstes BeDürfnis
genau
bevor du AnGeBote
prüfst
übe dich dabei
in SorgFalt
und GeDuld
vertraue
immer
deiner eigenen WahrNehmung
vieles
ist entbehrlich
wenn du genau fühlst
widerstehe
den VerSuchungen
der leichteren Wege
bleib bei dir
um jeden Preis
***
jede BeGegnung
die meinen Weg
berührte
urinnerte mich
an die NotWendigkeit
zu mir selbst zu gehen
bei mir zu bleiben
wie immer es sich auch anfühlen mag
nichts war verzichtbar
und
im Härtesten
wurzelt
meine Weichheit
ich bereue nichts
***
sich fühlen
wie ein mutterloses Kind
das die nährende Süße
nie gekannt
den Hunger
mit Brot
gestillt
wenn du
es lange genug
kaust
ahnt dein Gaumen
die entbehrte Süße
weckst du
deine SehnSucht
führt sie dich
zum innersten Wissen
um die ursprüngliche Quelle
heiliger Nahrung
***
Schweigen
Mutter aller Worte
gebärend und verschlingend
mit allen GeSichtern
des Seins
Schwester der Stille
Tochter der Ruhe
nach dem Sturm
und vor dem Sturm
und
immer
und
immer wieder
an - und abschwellend
wie die Mondin
in den Höhlen
der Frauen
***
wie ein glimmendes Feuer
aus unbekannten Kräften genährt
ist die SehnSucht in mir
zu schweigen
im dichter gesponnenen Netz
meiner Ahnungen
entsteht das Bild
der Stille
die Raum gibt
dem ursprünglichen Klang
dem berührenden Wort
dem innigen GeSang
dem wilden Tanz
urinnernd
die UrKraft
der Mütter
***