AllGemeines

3.4.1. Feuer

3.4.1. FEUER, die Reinigende
(altdt.: fiur, westgerm.: fuir, zu idg.: peuor = das Reinigende, peua = reinigen zu griech.: pur/pyr – rein)

Feuer ist der UrStoff mit der schnellsten Schwingung. Das Wesen des Feuers ist das NichtStoffliche.
Feuer haftet sich dem Stofflichen an und wird dadurch selbst sichtbar.
Das Feuer ist die große Reinigung: es verzehrt und zerteilt alles GeWachsene bis nur Asche bleibt
und bricht oder schmilzt das GeWordene.
Feuer ist haftend, heiß und trocknend, verzehrend und zerteilend. Feuer wandelt alles grundsätzlich.

3.4.1.1 GeGebenheiten:
a) BeGriffsBeStimmung:
Feuer ist die VerBrennung von Gasen und Stoffen unter Licht- und WärmeAbStrahlung,
wobei üblicherweise Flammen entstehen. Flammen sind offenes, hochschlagendes Feuer,
die bläulich bis rotleuchtende LichtAbStrahlung brennender Gase und Dämpfe.
In der Flamme bildet sich Ruß, ein schwarzes KohlenStoffPulver, das ihr kräftiges Leuchten bedingt.
Die AusNahme ist der SchwelBrand, bei dem keine offenen Flammen entstehen und somit auch kein Licht.
Glut ist ebenfalls Feuer ohne FlammenBildung, die mehr Wärme als Licht abstrahlt
und somit heißer ist als mit lodernder Flamme brennende Feuer.
Aus der Glut von LebeWesen wird die Asche, die verbleibenden MineralStoffe.

b) VorKommen:
Im All befindet sich das Feuer am eindrücklichsten in den Sonnen, die dadurch Licht und Wärme/Hitze abgeben.
In WanderSternen kann Feuer, wie auch bei der Erde, im Kern als flüssiges MagMa vorkommen.
Blitze sind LadungsAusGleiche zwischen Wolken und Erde,
die Kraft der Ent-Zündung tragen und mit dem Feuer verwandt sind .

c) KreisLauf:
Die sich in Licht und Wärme offenbarende StrahlungsKraft der Sonne
ist die grundlegende BeDingung allen Lebens auf der Erde.
Der JahresZeit entsprechend hoch ist die Menge der SonnenEinStrahlung,
von Licht und Wärme, die die Erde (und ihre GeSchöpfe) tagsüber empfangen.
In der Nacht strahlt die Erde Wärme ab, deren UmFang ebenfalls der JahresZeit entspricht.

d) BeSonderheiten:
Blitze sind AusDruck des AusGleiches elektrischer Ladungen zwischen den Wolken und der Erde in Form von GeWitter..
Diese elektrischen EntLadungen verfügen über hohe Wandlungs-(und Feuer)Kraft,
die infolge des gewaltigen FunkenÜberSchlages zwischen entgegengesetzten
elektrischen Ladungen Gase und Stoffe zu entzünden vermag.

e) Sonstiges:
Die Kraft des Feuers als Wärme/Hitze und Licht offenbart sich auf der Ebene menschlichen Seins in:
- BeGehren und WillensKraft
- Liebe, Leidenschaft und InBrunst
- Farben- und DämmerungsSehen und Spüren (Wärme/Kälte)
- LeibWärme durch VerDauung und MuskelTätigkeit.

Im ErbGut spiegelt sich die Kraft des Feuer wider in:
- Herz und BlutGeFäßen,
- der Wachstums(Schild)Drüse,
- der BauchSpeichelDrüse,
- den TatKraftDrüsen (=NebenNieren) sowie in
- der Leber und der GallenBlase.

Die Kunst mit Feuer sinnvoll umzugehen gehört zur GeSchichte der Menschheit.
Nach der ,Zähmung' der natürlich entstehenden wilden Feuer lernten die Menschen
schon vor mindestens 800 000 Jahren sie zu bewahren, zu nutzen, zu hüten und sie selbst herzustellen.
Bekannteste Mittel dazu sind FeuerSteine, die zur FunkenUrZeugung aneinander geschlagen
sowie FeuerBohrer aus hartem Holz, die auf einem trockenen weichen Holz gedreht wurden.
Aus anfangs offenen FeuerStellen wurden Öfen und Herde.
Feuer gibt Licht und Wärme, kocht Nahrung und bereitet HandWerksMittel ...

3.4.1.2. Innewohnende Kräfte:
Feuer trägt grundsätzlich die Kräfte von Licht und Wärme und deren Wirkungen:
- der Wandlung durch VerZehren oder Schmelzen
- der Reinigung (VerBrennen, Räuchern, Äschern)
- der AusDehnung und
- der VerSchmelzung.

3.4.1.3. WechselWirkungen / VerBindungen
Die VerBindung von Feuer und Erde in ihren verschiedensten Formen führt zu:
Magma/Lava, MetallVerBindungen (ErzSchmelze), GlasFluss, TonBränden.
Die VerBindung von Feuer und Luft bewirkt heißen, sengenden Wind
oder rasendes, verzehrendes Feuer (FeuerSturm)
Feuer und Wasser werden zu Dampf (sehr flüchtige VerBindung) in verschiedener Form
und/oder heißem oder kochendem Wasser.

WahrZeichen, EntSprechungen, ZuOrdnungen, WiderSpiegelungen:
Feuer spiegelt die Kraft der AnZiehung und der Fruchtbarkeit,
der InBrunst als SchöpfungsHitze.
Im Leib spiegelt sich Feuer in der Lust und der MuskelKraft.
FeuerFarben sind Gelb für die lodernden Flammen und Rot für die heiße Glut.
Uraltes WahrZeichen ist das DreiEck mit nach oben gerichteter Spitze.
In der SternenDeutung zeigt sich die Kraft des Feuers im
- 1. Haus: ursprüngliches Ich
- 5. Haus: Liebe und Kinder, Nachkommen
- 9. Haus: Glaube und RückBindung (lat.: Religion).
Feuer ist heiße, bewegliche, wandelnde und handelnde Kraft, die ursprüngliche Lust zu sein, die InBrunst des Lebens,
SelbstVerTrauen, Heiterkeit, UnMittelbarkeit sowie eingebende und voraussehende WahrNehmung.

Im TierKreis zeigt sich das werdende Feuer im Lamm (Schaf, Widder)
als die gesammelte Kraft des Beginns, als SelbstVerTrauen und UnAbHängigkeit,
im Löwe als sich selbstverwirklichende und sich selbst wandelnde SchöpfungsKraft
und dem Drang nach BeGegnung und AusTausch.
Im Schütze (Affe?) ist es die FeuerKraft der GeWordenen, der Alten, der GroßMutter,
die sich in der Suche nach Gemeinschaft, LebensSinn und urweitertem BeWusstSein zeigt.
Feuer spiegelt sich in der JahresZeit des Sommers sowie in der HimmelsRichtung der hochstehenden Sonne,
des Südens auf der nördlichen ErdHalbKugel.
Auf der Ebene der GeFühle ist Feuer im Paar von Zorn und Angst widergespiegelt.

3.4.1.5. AnRegungen:
Die VerEhrung des Feuers zeigt sich in Europa in der VerEhrung der griechischen Hestia
und der latinischen Vesta, deren beider Name ,Herd' bedeutet
und von der StammesGemeinSchaft der Sabinen herstammen soll.
Weitere UrMütter, die die FeuerKraft auf der Erde widerspiegeln sind:
die römische BergMutter Aetna und die altitalische FeuerMutter Feronia,
die irischen FeuerMütter Lasair (,die Flamme') und Aibheaog, die indische UrMutter Biliku,
die italische FeuerMutter Camilla (,die Feurige'), die phillipinische VulkanMutter Darago,
die indische UrMutter Durga (,die UnUrGründliche), die VulkanFrau der Haidas Dzelaron,
die Berg- und FeuerMutterder Ainus Fuji, die UrMutter Goga auf NeuGuinea und Melanesien,
die ägyptische SchlangenMutter Het, die japanische UrMutter Izanami (,die EinLadende'),
die russische SonnenMutter Kupalo, die GroßMutter der Feuer Mahui-Iki (,die VerZehrende'),
die nikaraguanische VulkanMutter Masaya, die litauische MaterGabiae (,FrauenFeuer'),
die hawaianische FeuerMutter Pele, die kappadokische Perasia,
die sibirische UrMutter der Feuer Poza-Mama - bei den Altai Ot Ana Mutter des Feuers
oder Kyz Ana (,Jungfäuliche Mutter') genannt, die skythische UrMutter Tabiti ...
Lucia, ,die LichtBringende' und Lucifer, ,der LichtBringer' sind ebenfalls AusDruck
der FeuerVerEhrung.
Die VerEhrung des sich selbst verbrennenden und aus seiner Asche wiedergeborenen
heiligen Vogels Phönix (griech.: Purpur) in GriechenLand ist phönizischer HerKunft
und ähnlich der des ägyptischen heiligen Vogels Benu (,leuchtend', MorgenStern).

Unter Herrschaft wurde Feuer als AtomKraft ent-wickelt und ent-fesselt ...
Feuer wurde zu BrandRodungen riesiger Wälder mißbraucht ...
Zunehmender WasserMangel führt zu Trockenheit und Dürre
und damit vermehrt zu großflächigen mitweltzerstörenden Bränden ...
und damit zu Hunger, Durst, Not und Elend für alle betroffenen LebeWesen.
Wir Menschen sind verantwortlich diese Wunden zu heilen. Jetzt.

Bei der ZusammenKunft in heiligen Kreisen werden immer auch die UrStoffe geehrt. Eine AnRufung der FeuerKraft lautet:
Wir grüßen die Kräfte des Südens, die Kraft der hochstehenden Sonne, die Kräfte des Feuers, die Wärme und das Licht,
die InBrunst und die Lust. Wir spüren das Feuer in uns, das alles Leben, jeden GeDanken, jedes BeGehren
und jede Handlung nährt. Wir besinnen uns, daß auch wir Feuer sind und urinnern die Feuer aller Zeiten ...
Wir sind in allem und alles ist in uns.