AllGemeines

6.2.2. Heimat

6.2.2. Heim-at (von idg.: kai = der Ort, in dem wir liegen)

Der Weg zur Heimat ist heute weit,
es ist als wären wir darauf zu Hause...
So wird die Heimat selbst immer weiter...

6.2.2.1. Sinn und BeDeutung
Unsere ursprüngliche Heim-at ist die GeBärMutter,
die uns in unseren ersten 40 LebensWochen Heim und Heimat ist.
Nach der GeBurt sind es die Arme der Mutter, MutterBrust und MutterLeib.
Im HerAnWachsen entdecken wir unser Heim, unser MutterHaus
in der uns umgebenden Gemeinschaft von Menschen,
eng verbunden mit anderen Gemeinschaften und der VielFalt aller Wesen.
Jede Gemeinschaft lebt(e) in enger VerBindung mit der Erde und ihren GeSchöpfen
und ehrt(e) den Ort, an dem sie leb(t)en als ihre heilige Heimat,
die sie nährt(e) und die sie mit ihrer LebensKraft bewahr(t)en.

6.2.2.2. Störungen der Heimat durch HerrSchaft und deren Folgen
HerrSchaft hat die um die Mütter gewachsenen GroßFamilien und Sippen
über Jahr-Tausende mit verschiedensten Mitteln von GeWalt zerstört und in vereinzelte, kleinste Familien zerteilt,
die meist von einem Mann abhängig gemacht wurden.
Die Erde selbst mit all ihren GeSchöpfen wird durch Herrschaft rücksichtslos ausgebeutet, missbraucht
und vergewaltigt - wie alle Mütter.
Die Heimat der Menschheit wurde durch die SelbstSucht der HerrSchaft immer mehr zerstört.
GeTrenntSein, SelbstSucht und Gier führen zu AusBeutung, UnterDrückung, Not, GeWalt und Krieg -
in allen BeReichen menschlichen Lebens.
Ungefähr jeder 100. Mensch (= 50 - 60 Millionen) auf der Erde
ist auf der Flucht vor GeWalt, Hunger, Krankheiten und Krieg:
- 70 - 80 % davon sind Frauen und Kinder (48 Millionen).
Die Hälfte aller BeTroffenen sind BinnenFlüchtlinge.
Immer weniger, insbesondere die reichen, Länder sind bereit Flüchtlinge aufzunehmen.
Menschlichkeit wird von sogenannter Wirtschaftlichkeit verdrängt,
wie auch das Ge-Wissen der eigenen VerAntWortlichkeit für das Leid anderer Menschen und Wesen.
Unter HerrSchaft wurde aus einem Heim ein Zu-Haus, ein GegenStand, der gekauft, geraubt und besessen werden kann.
Während die reichen Länder immer höhere Mengen von Geld, BauStoffen
und ArbeitsKraft für prunkvolle und riesige BauWerke ausgeben,
leben weltweit 80 % aller Menschen in baufälligen Hütten und Häusern - natürlich in den armen Ländern der Erde.
Doch selbst in den reichen Ländern sind mindestens 5 Millionen Menschen obdachlos (= 0.3 % von 1 700 Mio).

6.2.2.3. EinSichten
Mögen alle behütet sein auf ihren Wegen
Der Wind stärke die Rücken.
Die Sonne wärme die Leiber und schenke den Seelen das Licht der EinSicht
Die Regen bringen die gesehnte Fruchtbarkeit.
Alle Orte sollen allen Wesen Heimat werden.
Alle Wege mögen neue Ufer berühren und die Herzen nach Hause führen.
Mögen wir den Mut finden schwankenden Boden zu betreten,
im VerTrauen auf unsere innere Festigkeit und unseren ZuSammenHalt.
Mögen wir gemeinsam das Neue gestalten -
aus der Kraft der All-Einen-Mutter.

Heimat ist ein grundlegendes LebensRecht, das jedem Mensch und jedem Lebewesen gebührt.
Heimat umschliesst eine menschliche Gemeinschaft
mit einem den Lebens-Bedingungen entsprechendem ObDach/Heim,
eingebunden in die umgebende Landschaft mit den von ihr beherbergten Wesen.
Alle, die heute Essen, Kleidung, ein Heim und etwas Geld besitzen
gehören dadurch schon zu den 20 % der wohlhabenden Menschen und sind somit auch verantwortlich,
ihren unrechtmässig benachteiligten Schwestern und Brüdern
(80 % der Menschheit) zu einem menschen-würdigen Leben zu ver-helfen.

6.2.2.4. heilende Wege
Wir danken für die Orte von ZuFlucht und GeBorgenheit.
Lasst uns solch Orte in uns selbst finden und in die Welt tragen.
Wir danken für die Orte von Schlichtheit und Schönheit.
Lasst uns diese Orte auch in uns selbst entdecken.
Wir danken für die Orte von Wahrheit und Freiheit, von Freude und WiederGeburt-
Orte, die alle Wesen willkommenheißen..
Lasst sie uns vermehren in der Welt, in der wir leben.

Wir, die wir ein ZuHause haben, brauchen die aufrichtige Bereitschaft und die mitfühlende Offenheit,
das Leid der heimatlosen Menschen wirklich wahrzunehmen,
um ein BeWusstSein für die not-wendigen VerÄnderungenzu entwickeln.
Der erste Schritt um die VerÄnderungen zu bewirken ist unsere BereitWilligkeit,
wieder in Liebe miteinander zu leben und alles miteinander zu teilen.
Dann finden wir auch gemeinsam die Wege für die heilsame VerTeilung aller Gaben der Erde.
VorAusSetzung dafür ist gemeinschaftliches Leben, dass die mütterliche Kraft wieder als LebensQuelle ehrt,
denn sie sind unsere ursprünglichste Heimat.
Dies schliesst ein, auch alle anderen LebeWesen wieder als unsere GeSchwister zu ehren
sowie unsere MitWelt zu behüten und zu bewahren.
Wenn wir die Erde wieder als gemeinsame Heimat einer vielfältigen LebensGemeinschaft verstehen und behandeln,
dann wird an jedem Ort für jeden Menschen Heimat sein.